Unser Förderverein

Gegründet wurde der Verein am 09.09.1999. Der Anlass war, wie so häufig, Geldmangel um Wünsche erfüllen zu können.

In dem Fall war der ganz spezielle Wunsch der Einbau eines Personenfahrstuhls im Gemeindehaus. Wenn im Gemeindesaal im Obergeschoss Veranstaltungen stattfanden, waren ältere, gehbehinderte Menschen, sowie Rollstuhlfahrer und Mütter mit Kinderwägen nahezu ausgeschlossen. Dieser Zustand sollte schnellstens abgestellt werden und man beschloss, einen Förderverein für Baumaßnahmen zu gründen.

Nachdem sich ein Vorstand konstituiert hatte und alle Formalitäten für die Eintragung ins Vereinsregister erledigt waren, ging man an die Umsetzung des Vorhabens. Durch zahlreiche Veranstaltungen und Spendenaufrufe konnte genug Kapital beschafft, und mit den Arbeiten begonnen werden. Bereits im Jahre 2000 wurde der neue Fahrstuhl eingeweiht.

Schon bald sollte sich die nächste “Baustelle“ bemerkbar machen, die das Engagement des Fördervereins erforderte. Im Jahre 2008 entstand die Notwendigkeit, bedingt durch auf den Rollstuhl angewiesene Konfirmanden, eine Behinderten- Toilette und eine Rampe zum Konfiraum in Angriff zu nehmen. Nachdem das Raumproblem für die Toilette gelöst war, wurde zeitnah mit der Umsetzung begonnen und bereits nach einer recht kurzen Bauphase konnten beide Projekte abgeschlossen werden. Aber eine längere Ruhepause konnte sich der Verein nicht gönnen.

Die Bepflanzung des Kirchenvorplatzes war mit den Jahren sehr unansehnlich geworden, die Einfriedung immer brüchiger und die Platten des Vorplatzes zeigten Sprünge und Verwerfungen, kurz, das Gesamtbild war wenig ansprechend. Als dann noch festgestellt wurde, dass die Abwasserrohre der Dachentwässerung defekt waren und der Vorplatz würde aufgegraben werden müssen, war dem Vorstand sofort klar, hier musste eine „Großlösung“ her. Auch aus Kostengründen war das eine sehr sinnvolle Entscheidung. Die Planungsphase für die Neugestaltung des Vorplatzes nahm natürlich einige Zeit in Anspruch. Vieles gab es zu berücksichtigen, so sollten die Zugänge zur Kirche und Büro barrierefrei gestaltet werden, wie soll die neue Pflasterung ausgeführt werden, welche Beleuchtung soll zum Einsatz kommen, wie soll der neue Platz selbst aussehen usw., gleichzeitig sollte auch an den Umweltschutz gedacht werden und die vordere Hälfte des Kirchendachs an eine Regenwasserversickerung angeschlossen werden. Im Frühjahr 2009 waren die Planungen abgeschlossen, die Gewerke vergeben und unter großer Anteilnahme der Gemeinde erfolgte der erste Spatenstich. Trotz einiger Probleme die beim Ausbaggern auftauchten, gingen die Arbeiten zügig voran und bereits im Herbst 2009 konnte mit einer kleinen Feierstunde die Einweihung erfolgen. Wie überaus gelungen, sich der Vorplatz, nachdem noch neue Bänke und Pflanzkübel angeschafft worden waren, präsentiert, kann man bei jedem Besuch der Gemeinde sehen.

Nach Abschluss dieser Maßnahmen kam die Idee auf, sich beim Kreisseniorenbeirat für das Zertifikat „ Senioren-, Behinderten- und Familienfreundliche Einrichtung“ zu bewerben. Nach Einreichung aller notwendigen Unterlagen erfolgte eine Besichtigung und Bewertung unsrer Einrichtungen und der Prüfer bescheinigte uns eine hervorragende Umsetzung der erforderlichen Kriterien. Am 09.06.2010 wurde uns die Urkunde und das Zertifikat 46 überreicht, worauf der Förderverein und die Gemeinde sehr stolz sind, war es doch zu diesem Zeitpunkt erst die dritte Auszeichnung die an eine kirchliche Institution ging.

Im Herbst 2010 wurde auf der Wiese hinter der Kirche eine weitere Versickerungsanlage für die zweite Kirchendachhälfte eingebracht und finanziert. Damit sind lediglich noch die sanitären Anlagen an das öffentliche Netz angeschlossen, was einerseits die Kläranlage entlastet und dem Grundwasserspiegel zugute kommt, und als Nebeneffekt die Abwasserkosten für die Gemeinde drastisch reduziert hat.

Auch wenn einiges an Eigenleistungen erbracht wurde, an dieser Stelle sei vor allem dem Hausmeister und Küster der Martin-Luther-Gemeinde Herbert Weyand gedankt, der mit großem Fachwissen und Rat und Tat stets präsent war, stellten die finanziellen Belastungen eine große Herausforderung dar. Um Einahmen zu generieren, führt der Verein regelmäßig Veranstaltungen. Ein ganz großes Dankeschön gilt aber allen Spendern und Mitgliedern die den Verein mit ihren regelmäßigen Zuwendungen unterstützen und bitten alle sehr herzlich, uns auch weiterhin bei unserer Arbeit zu unterstützen, damit wir auch zum 75jährigen Jubiläum Stolz auf unsere Martin-Luther- Gemeinde sein können.