Gottesdienste

Die zentrale Feier der christlichen Gemeinde ist der sonntägliche Gottesdienst. Gemeindeglieder treffen sich im Namen Gottes in ihrer Kirche, in entsprechenden Räumlichkeiten oder auch unter freiem Himmel. Wesentlich ist die Zusammenkunft von Menschen in der Gemeinschaft der Glaubenden. Der Gottesdienst verbindet Menschen miteinander und mit Gott.

Die Gemeinde singt und betet und hört auf Gottes Wort. Im Gesang wird Gott gelobt, auch Trauer und Leid finden in den Liedern ihren Ausdruck. In den Gebeten, stellvertretend von den Pfarrerinnen und Pfarrern gesprochen, wenden sich die Menschen Gott zu. Ganz nah empfinden Christen die Nähe zu Jesus Christus und Gott bei der Feier des Heiligen Abendmahls. Schuld, die jeder Mensch bewusst oder unbewusst auf sich lädt, wird vergeben. Nach der Feier dieses Sakraments können sich die Christen als neue Menschen fühlen. Besondere Bedeutung kommt in der evangelischen Kirche beim Gottesdienst der Predigt zu. In der Regel wird sie vom Pfarrer vorbereitet und gehalten, aber auch Laien, Menschen, die keine Theologen sind, können die Befähigung zum Predigen erwerben. Als Prädikant oder Lektor können Frauen und Männer das Predigtamt wahrnehmen. Die Predigt, der ein biblischer Text zugrunde liegt, ist Verkündigung und Auslegung von Gottes Wort.

Der Gottesdienst hält die Christen zusammen. Das wird deutlich beim gemeinsam gesprochenen Glaubensbekenntnis. Das soll nicht nur im Einklang mit den Gottesdienstbesuchern gesprochen werden. Es soll vor allem im Alltag als christliche Überzeugung gelebt und vertreten werden. Auch das Vaterunser verbindet die Gemeinde. Als „Familie Gottes“ beten die Menschen zu Gott, der als Vater angesprochen wird. Ihn bitten Christen im Bewusstsein um ihre Unzulänglichkeiten um die Bewahrung seiner Schöpfung, um Frieden und Gerechtigkeit.

Am Ende des Gottesdienstes wird der Gemeinde Gottes Segen zugesprochen. Damit gehen Christen dann während der Woche ihre persönlichen Wege.