Gemeindebrief: Kurier

So beginnt der erste Gemeindebrief, unser “Kurier”:

Liebes Gemeindeglied! Mit dieser Nummer beginnen wir die Herausgabe eines Gemeindebriefes für die Martin-Luther-Gemeinde. “Der Kurier” wird monatlich erscheinen und Sie über alles wesentliche Geschehen in unserer Gemeinde unterrichten. Er wird Ihnen einen Terminkalender über kommende Ereignisse ins Haus bringen und so eine Brücke und Verbindung darstellen. (……..) Wir hoffen, jedem etwas Wissenswertes anbieten zu können: Den Kranken, die den Gottesdienst nicht besuchen können, eine Andacht, der Jugend ihre Unterhaltungsseite, den Diskussionsfreudigen ihr aktuelles Thema. Wir hoffen, dass sich Goethes Wort erfüllen möge: “Wer viel bringt, wird manchem etwas bringen.” (……..)

Es grüßt Sie in der Verbundenheit des Glaubens

Ihr Gemeindepfarrer Dr. Vetter

Dr. Roland Vetter schreibt weiter, dass die Gemeinde aus erster Hand informiert sein wollte. Der “Kurier” sollte keine Konkurrenz zu anderen kirchlichen Zeitungen sein sondern eine Ergänzung.

Zum Namen “Kurier” schreibt er: “Kurier” ist der Name unseres Gemeindebriefes. Wir haben diesen Namen gewählt, weil er am besten ausdrückt, was wir wollen. Der Kurier ist ein Bote, der eine wichtige Botschaft zu überbringen hat. Das Wort “Bote” ist wiederum die deutsche Übersetzung des griechischen Wortes “Engel”, der Engel ist der Gottesbote, der die frohe, gute Botschaft, das Evangelium zu übermitteln hat.

Möge der “Kurier” die gute Botschaft Gottes in einer unserer Zeit angepassten, modernen, allgemeinverständlichen Form in unsere Gemeinde bringen. Wie wichtig diese Worte waren, zeigt sich darin, dass unsere Gemeinde (damals 4500 Gemeindeglieder), im ständigen Wachsen war, zum großen Teil durch Zuzug. Die Hauptaufgabe des “Kuriers” war aber und ist noch heute, Nachrichten weiterzugeben, mit aktuellen Bildern das Leben der Gemeinde nachzuzeichnen und die Kasualien zu veröffentlichen.

Zur Geschichte

Der erste “KURIER” wurde von Dr. Roland Vetter geschrieben und von Pfarrdiakon Alfred Kunkel zusammengestellt, im Gemeindebüro geschrieben und vervielfältigt. Wer jemals mit dieser Technik zu tun hatte, weiß, welche Drecksarbeit im wahrsten Sinne des Wortes diese Art Vervielfältigung ist. Für alle Beteiligten war es eine große Belastung.

So war es ein Meilenstein, als sich unter den Zugezogenen ein Drucker befand, der die Herstellung des “Kurier” auf professionelle Basis stellte. Jetzt wurde auf Offset gedruckt. Man wählte dazu “Blocksatz”, wie im Buchdruck üblich. – Die Herstellung der Folien war aber immer noch eine aufwändige Arbeit.

Das Ehrenamt

Der “Kurier” konnte im Gemeindebüro für 2,00 DM bestellt werden und kam monatlich heraus. Das Verteilen übernahmen ehrenamtliche Helferinnen des Frauenkreises. Einmal im Jahr wurde kassiert. Dies war gleichzeitig ein Besuch bei den Gemeindegliedern. Heute wird der “Kurier” in alle evangelischen Haushalte kostenlos, zweimonatlich verteilt. Für die Unkosten steht ein kleiner Etat zur Verfügung, der aber nicht ausreicht. Deshalb werden Spenden benötigt. – Und wieder sind es ehrenamtliche Helfer, die jedesmal bis zu drei Stunden ihrer Zeit zum Verteilen zur Verfügung stellen.